Weltbild meldet Insolvenz an

Die Verlagsgruppe Weltbild ist ein deutsches Verlags-, Versand- und Buchhandels­unternehmen mit Sitz in Augsburg. Weltbild, die zu 100 % der römisch-katholischen Kirche in Deutschland gehören, hat heute einen Insolvenzantrag gestellt.

weltbild

In einer E-Mail von Weltbild von vorhin hieß es: „Es ist jedoch beabsichtigt, den Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortzuführen“. Bis dahin sollte man auf Vorkasse-Zahlungen verzichten. Allgemein sollte man nur noch bei Weltbild einkaufen, wenn die Zahlung auf Rechnung möglich ist (ist nicht bei allen Adressen der Fall). Wer noch eine Gutscheinkarte hat, sollte diese schnellstmöglich einlösen. Geräte mit Gewährleistungsansprüche würde ich dennoch nicht mehr kaufen.

Kommentare
  1. Profilbild von Marc

    Man sollte nur über Sachen schreiben von denen man Ahnung hat, alles andere ist unseriös und Panikmache.
    Nur der Verlag Weltbild ist insolvent, die (anteiligen) Töchter Bücher.de und die Weltbild Shops haben damit nichts zu tun. Garnichts.

  2. Profilbild von Matthias

    Und Herstellergarantie hätte man ja auch noch.

  3. Profilbild von Bücherbär

    Also garnichts ist aber auch etwas übertrieben, die Töchter-Firmen werden mit sehr großem Interesse auf die Insolvenz schauen und wie diese dann abgewickelt wird und wo sie dann landen (evtl. Zerschlagung) …

    Max Bahr war auch eine gesunde Tochter ein sehr kranken Mutter …

    Ok , bei Weltbild ist dies natürlich nicht so bedrohlich wie bei Praktiker, die Insolvenz wird am Ende wahrscheinlich sogar das beste sein, was passieren konnte. Die bisherigen Besitzer (zwölf Diözesen, die Soldatenseelsorge Berlin und der Verband der Diözesen Deutschlands) haben sich schon seit Jahren mit dem Geschäft schwer getan und sind untereinander sehr zerstritten wie das Unternehmen zu führen ist.

    Da kann Weltbild mit einem neuen Besitzer natürlich allein schon von der Handlungsgewalt viel besser auf dem Markt reagieren. Es gab ja bereits Meldungen das ein Käufer gesucht werden soll, aber am Ende war man sich nicht einig wie und wer überhaupt in Frage kommen kann. Einfach zuviele Köche aus der falschen Branche in der falschen Zeit.

    Diese Insolvenz geht daher eher in Richtung das ungeliebte Kind irgendwie loswerden. Weltbild wird es auch in Zukunft geben, vielleicht mit weniger Filialen und ohne Papierkatalog! ;), aber das ist keine Praktiker/Schlecker-Insolvenz.

    Und einen positiven Effekt hat das zumindest auch für die kath. Kirchensteuerzahler, bisher wurde nämlich immer Kirchensteuer verwendet um den Geschäftsbetrieb am laufen zu halten, vielleicht geht das Geld ja mal an was sinnvolleres als an ein marodes Unternehmen das nicht mehr ganz zeitgemäß geführt wird.

    Schon erstaunlich wie viele und wie schnell die großes deutschen Marken wie Quelle & co, die mit einen Papierkatalog ihr Geschäft betrieben haben, in den letzten Jahren den Bach runter gegangen sind. Haben alle den rechzeitigen Umstieg verpasst (außer Otto natürlich, die haben sich dann die schönen Markennamen geholt ;))

  4. Profilbild von beispiel

    Das Weltbild der röm.-kath. Sekte ist nicht meines.

  5. Profilbild von mw

    Man hätte halt die vielen Schmuddelfilmchen und -bücher im Programm behalten sollen ("Sex sells!").
    Aber das wollten die erzkonservativen Besitzer ja nicht, und dann ging es rapide abwärts.

    "Weltbild" war mal ein tiefreligiöses Monatsmagazin (meine Eltern hatten das zuhause).
    Und vor 25 Jahren hatten die auch mal echt gute Reprint-Bücher aus Wissenschaft und Technik (wie Verlag "zweitausendeins"), bevor sie den Weg von Neckermann und Quelle einschlugen.

Hinterlasse eine Antwort

Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)