Bitcoin & Co: Was fürs Sparschwein oder zum Zocken?

Auch die letzten großen Zweifler sind beim Thema Kryptowährung in den vergangenen Wochen wohl hellhörig geworden. Und wer das Geschäft seither sehr skeptisch betrachtet hatte, gestand sich vielleicht ein, doch eine finanzielle Chance verpasst zu haben. Schließlich schoss der Wert des Bitcoins so herausragend durch die Decke, dass die Gewinnspannen auch für jeden Laien deutlich sichtbar wurden.

Anleger, die rechtzeitig ins Geschäft eingestiegen waren, haben ihr Vermögen damit vervielfacht. Denn beim jetzigen Verkauf springt bereits ein schönes Sümmchen heraus. Doch damit nicht genug. Experten rechnen mit einen weiteren Wertanstieg in der kommenden Zeit, so dass es sich durchaus lohnen könnte, die erworbenen Bitcoin-Anteile zu behalten und noch weiter zu spekulieren.

Trotz des offensichtlichen Wertanstiegs bleiben aber natürlich auch viele Ängste über die Vertrauenswürdigkeit des Ganzen. Während Befürworter sich klar für weitere Investments aussprechen, sehen Gegner in erster Linie die Gefahren und sprechen beispielsweise auch Kryptorobotern, wie z.B. Bitcoin Profit, ihre Vertrauenswürdigkeit ab. Ob Bitcoin Profit Fake ist, haben bereits unabhängige Test untersucht. Dennoch bleibt eine gewisse Vorsicht spürbar.

Wie also muss man den Bitcoin betrachten – kann man damit zuverlässig Guthaben erwirtschaften oder handelt es sich um pure Zockerei?

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Wieso spaltet der Bitcoin die Geister?

Bis heute haftet Kryptogeld nicht gerade der beste Ruf an. Das hat einen ganz einfachen Grund. Denn in der Anfangsphase wurden mit dem Bitcoin als Mutter aller digitaler Währungen tatsächlich dunkle Geschäfte betrieben. Die Anonymität des Zahlungsmittels machte ihn geradezu ideal für Handel im Darknet und Geldwäsche-Aktivitäten.

Und auch wenn diese Zeiten längst der Vergangenheit angehören, gibt es weiterhin große Vorbehalte. Diese laut gewordenen kritischen Stimmen haben selbstverständlich ihren Effekt, gerade auf private Anleger, die selbst keine große Marktkenntnis mitbringen.

So befürchten viele nach wie vor, sich damit auf irgendwelche dubiosen Machenschaften einzulassen oder sich gar strafbar zu machen. Dies ist zwar nicht der Fall, dennoch bleibt natürlich ein ernstzunehmendes Risiko bestehen, sich zu verkalkulieren, zum falschen Zeitpunkt zu handeln und sich immens zu verschulden.

Der Bitcoin-Handel ist wie das Börsenwesen auch von ständigen Schwankungen bestimmt und trotz zahlreicher Prognosen bleiben dennoch unvorhergesehene Entwicklungen nicht aus. Wer sein Geld in Bitcoin, Ether und Dash anlegt, muss daher auch immer damit rechnen, dass er statt satter Zugewinne schmerzvolle Verluste erleiden kann.

Dennoch liegen die Chancen andererseits klar auf der Hand, da die Beteiligung sehr lohnenswert sein kann. Selbst dann, wenn man nur als Einzelperson einen überschaubaren Geldbetrag einsetzt. Es gibt genügend lebende Beispiele von Bitcoin-Millionären, die im richtigen Moment aufs entscheidende Pferd gesetzt hatten. Nichtsdestotrotz gilt in jedem Fall, besonnen an die Sache heranzugehen und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Wie kann man selbst in den Handel einsteigen?

Man braucht kein Finanzprofi zu sein, um sich aktiv am Bitcoin-Handel zu beteiligen. Dennoch ist es natürlich sehr empfehlenswert, sich mit den Entwicklungen und dem Kryptomarkt an sich auseinanderzusetzen und nicht blind einzusteigen, nur weil die Zeichen gerade günstig stehen. Ein gesundes Risikomanagement ist unabdingbar. Wer im Alltag keine große Mühe in die Marktbeobachtung stecken möchte oder es zeitlich nicht kann, dem steht offen, die Verwaltung seines Kryptovermögens an andere zu übertragen.

Zum einen gibt es spezialisierte Broker, die im Auftrag des Kunden den Handel vornehmen. Zum anderen die bereits erwähnten Kryptoroboter. Hierbei handelt es sich um Software, die selbständig Analysen vornimmt und Käufe wie auch Verkäufe entsprechend vorheriger Programmierungen autonom ausführt.

Es liegt in der Entscheidung des Anlegers, ob er einem Algorithmus vertraut oder eben einen Dienstleister aus Fleisch und Blut vorzieht. In beiden Fällen kann man die Geschäfte zwar abgeben, hat jedoch damit auch weniger Einfluss.

Praktische Apps fürs mobile Endgerät helfen, den Kursverlauf jeder Kryptowährung im Überblick zu behalten und ein Gefühl für die regulären Schwankungen zu bekommen. Diese können auch genutzt werden, wenn man sich zunächst mit der Materie vertraut machen möchte, noch bevor tatsächlich echtes Geld in digitale Vermögenswerte umgetauscht wird.

Welche Strategien sind möglich?

Auch bezüglich der einen, richtigen Vorgehensweise gibt es Uneinigkeit. Manche Investoren fahren den Kurs, sofort nach Wertanstieg wieder zu verkaufen, um lieber sichere wenn auch geringere Gewinne zu erwirtschaften.

Andere hingegen setzen darauf, die Anteile lange zu halten und durch aufwendige Marktanalyse die idealen Zeitpunkte für den Handel zu ermitteln. Hierbei sind nicht nur die eigenen Nerven, sondern auch die eingesetzte Summe entscheidend. Großinvestoren können prozentuale Verluste beispielsweise viel schneller wieder ausgleichen, als das beim Handel im kleinen Stil denkbar wäre.

Für wen eignet sich das Kryptogeschäft also letztlich?

Fakt ist, dass der Handel mit einem solch schnelllebigen Finanzprodukt wie dem Bitcoin und seinen Mitbewerbern eine entsprechende Risikobereitschaft erfordert. Investoren, die richtig gut damit verdienen möchten, müssen umgekehrt ebenso gewappnet und finanziell gut abgesichert sein, falls die Kurse doch in den Keller sinken.

Wer sein Sparschwein kontinuierlich füllen will ohne dabei böse Überraschungen zu erleben, ist allerdings mit einer deutlich sicheren Form der Geldanlage besser beraten wie beispielsweise ETFs, Aktien-Fonds oder Immobilienbeteiligungen.

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