Sind Ihnen die beiden Begriffe Gewährleistung und Garantie nicht so ganz klar? Dann lesen Sie hier weiter.

Aufgabe

Was bedeutet nun Gewährleistung eigentlich? Nun wenn der Verkäufer seine Waren mit Gewährleistung verkauft, dann steht er dafür auch gerade und muss eben gewährleisten, dass seine Produkte frei von jeglichen Mängeln sind. Damit sind Sach- und auch Rechtsmängel gemeint.

Falls der Käufer nach dem Kauf doch noch kleinere Mängel findet, muss er diese dem Verkäufer auch beweisen. Also die Beweislast liegt beim Käufer.

Informationen zu dem neuen Gewährleistungsrecht kann man im BGB § 437 nachlesen. Danach beträgt die Gewährleistung exakt 24 Monate, und somit 2 Jahre. Sie kann allerdings in einzelnen Fällen vertraglich auf 12 Monate verkürzt werden. Es spielt auch keine Rolle, ob es sich um gewerbliche oder Privatverkäufe handelt. Die Gewährleistung hat für beide Gültigkeit. Doch einen kleinen Unterschied gibt es im Gegensatz zu Unternehmen. Bei einem Privatkauf bzw. ebenso Verkauf kann diese Klausel ausgeschlossen werden. Das muss aber deutlich angegeben werden und kommt besonders auch bei Auktionen zur Anwendung. Wird dieser Hinweis vom Verkäufer aus irgendwelchen Gründen übersehen oder gar vergessen, dann kann er bei Lieferung mangelhafter Ware im schlimmsten Fall auch noch nach Ablauf der zwei Jahre in Schwierigkeiten geraten.

Die Garantie ist eine zusätzliche Leistung des Verkäufers, die außerdem freiwillig ist. Und im Gegensatz zu der Gewährleistung ist die Garantie immer nur auf bestimmte Teile des Produktes bezogen. Und auch nur auf einen gewissen Zeitraum. Hier ist auch nicht wichtig, in welchem Zustand sich die Ware vor dem Kauf befindet. Als Ansprechpartner für Garantiefragen kommt es darauf an, wer diese dem Kunden gewährt hat. Ist es der Händler oder der Hersteller. Wichtig ist, das der Käufer  im Falle der Garantie auch nachweisen muss, dass die defekten Teile vor dem Kauf noch nicht bestanden haben. Was bedeutet, die Mängel wurden erst zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt. Garantien sind im Gesetzbuch nicht enthalten, dürfen aber auch nicht mit der Gewährleistung verwechselt werden.

Und wo liegt nun der Unterschied von Gewährleistung und Garantie? Bei der Gewährleistung handelt es sich um eine gesetzlich festgelegte Verpflichtung. Gesetzlich ist ebenfalls vorgeschrieben, in welchem Umfang der Verkäufer Gewährleistung auf seine Produkte geben muss.

Die Garantie dagegen ist eine freiwillige Leistung. Sie kann aber über oder auch unter den Verpflichtungen der Gewährleistung liegen. Doch oft liegt sie darunter. Und bei der Garantiebedingung  kann zusätzlich noch ausgeschlossen werden, das sie auf Dritte übergehen. Es kommt häufig vor, dass das komplette Gerät mit den  Teilen, auf die die Garantie vergeben wurde, vom Hersteller einfach ausgetauscht wird. Zwar macht ein Umtausch den ganzen Vorgang einfacher, hat aber zumindest einen Nachteil. Wenn z.B. das neue Produkt eine andere Serien Nr. hat, ist es schon nicht mehr das gewünschte und auf dieses muss der Verkäufer keine Gewähr geben. Für den Kunden wird aber meistens der Umfang der Garantie deutlich angegeben. Doch egal  welche Art von Garantie. In jedem Fall geht eine Garantieleistung über den Kaufvertrag hinaus und wird auch nicht von allen Händlern gewährt, da diese wie gesagt auf freiwilliger Basis beruht.